|
ÄSTHETIK UND
GEWALT
Ausgehend von
der Person Carlo Gesualdos in seiner Eigenschaft als Künstler
und Mörder stellte sich in meiner Arbeit zunehmend auch die
Frage nach dem Verhältnis zwischen Ästhetik und Gewalt
bzw. zwischen Schöpferischer Kraft und Destruktion sowie nach
dem Punkt, an dem
Gewalt ästhetisiert und deswegen nicht mehr als solche erlebt
wird.
Dieser Aspekt wird in der aktuellen Serie der „Kinderlieder“
mit Leben und Werk von Caravaggio überschnitten.
Im „Schwanengesang-Projekt“ werden Spielarten gesellschaftlich
legitimierter Selbstaufgabe in verschiedenen Kulturen nebeneinandergestellt
(christliches Märtyrertum, japanische Kamikaze, islamistischer
Djihad, der fiktionale barocke Topos des „Liebestodes“)
und miteinander überschnitten.
In der Arbeit „Phönix 1192001“ wurden Qualmstrukturen
aus den Pressefotos des 11.9.2001 zur Ausgangsbasis einer großen
Rauminstallation, auch die verschiedenen Performances thematisieren
ritualisierendes und ritualisiertes Gewalterleben.
|