CARLO GESUALDO DA VENOSA

Von 1996 bis 2005 arbeitete ich zu Leben und Werk des manieristischen neapolitanischen Komponisten Carlo Gesualdo da Venosa (1564 – 1613).
Neben strukturanalytischen Werken zu seinen Kompositionen und der Frage nach der Übersetzbarkeit von Musik ins Visuelle entstanden auch Arbeiten, die sich mit dem kultur- und geistesgeschichtlichen Hintergrund seiner Biografie und Kompositionen, wie Katholizismus und Melancholie, Genie und Gewalt befassen. In neueren Arbeiten überkreuzte ich seine Musik mit den Malereien Michelangelo Merisi da Caravaggios, der zur gleichen Zeit lebte und wie Gesualdo als Künstler und Mörder berühmt wurde.

1997, 1998 und 2003 reiste ich nach Neapel und Gesualdo, um Recherchen vor Ort und Vorbereitungen für eigene künstlerische Arbeiten
in Neapel und Kampanien zu ermöglichen.

Carlo Gesualdos war Inhalt unter anderem meiner Ausstellung „Barmen Significatio Gesualdo“ (2000/2001, Groß-Gerau, Preisträgerausstellung
„GG Perspektiv“) und der Installation „ET IN CAMPANIA EGO“ (Dresden 2001) sowie der Videoprojektion zum szenischen Konzert „Concerto delle Donne“
im Rahmen der Kammeroper Schloss Rheinsberg 2004 (Regie: Claudia Eder).