CARLO GESUALDO DA VENOSA

Seit 1996 arbeite ich zu Leben und Werk des manieristischen neapolitanischen Komponisten Carlo Gesualdo da Venosa (1564 – 1613).
Neben strukturanalytischen Werken zu seinen Kompositionen und der Übersetzbarkeit von Musik ins Visuelle sind bislang auch Arbeiten entstanden, die sich mit dem kultur- und geistesgeschichtlichen Hintergrund seiner Biografie und Kompositionen, wie Katholizismus und Melancholie, Genie und Gewalt befassen. In neueren Arbeiten überkreuze ich seine Musik mit den Malereien Michelangelo Merisi da Caravaggios, der zur gleichen Zeit lebte und wie Gesualdo als Künstler und Mörder berühmt wurde.

Seit 1997 reiste ich bereits mehrfach nach Neapel und Gesualdo, um Recherchen vor Ort und Vorbereitungen für eigene künstlerische Arbeiten
in Neapel und Kampanien zu ermöglichen.

Carlo Gesualdos war Inhalt unter anderem meiner Ausstellung „Barmen Significatio Gesualdo“ (2000/2001, Groß-Gerau, Preisträgerausstellung
„GG Perspektiv“) und der Installation „ET IN CAMPANIA EGO“ (Dresden 2001) sowie der Videoprojektion zum szenischen Konzert „Concerto delle Donne“
im Rahmen der Kammeroper Schloss Rheinsberg 2004 (Regie: Claudia Eder).