PERFORMANCES

Die bisher realisierten Performances befassen sich unter verschiedenen Gesichtspunkten mit dem Erleben von Gewalt.

PURGATORIO:
Der Akt der Selbstreinigung durch Waschen wird dadurch ad absurdum geführt, dass das verwendete Handtuch mit Blut getränkt ist, was zu einer Endlosschleife aus Selbstbesudelung und Reinigung führt.
(Dresden, 2002)

KRIEGSKRAGEN:
Eine frühbarocke Halskrause, ein sogenannter „Mühlradkragen“, die mit Strukturen aus den Manuskripten Heinrich Schütz und dem Radierzyklus „Schrecken des Krieges“ von Jacques Callot bedruckt ist, wird dem Publikum zu den Klängen des „Deutschen Magnificat SWV 494“ von Heinrich Schütz als Papierstreifen präsentiert, dann zur Krause gearbeitet und um den Hals gelegt.
(Bad Köstritz, 2002)

musikalisches.opfer:
Zu Musik von Carlo Gesualdo werden Madonnenlilien mit Goldfaden eingesponnen und dadurch gleichzeitig sakralisiert und zerstört.
(Bad Boll, im Rahmen des Kirchenmusikfestivals Schwäbisch Gmünd 2003)

Schwanengesang:
Die im Rahmen des „Schwanengesang-Projektes“ (siehe „Aktuell“) entwickelte Performance materialisiert durch Stickerei mit (zunächst unsichtbar blutiger) Goldkordel auf weißem Leinen ein „Schweißtuch“,
das sich zunehmend mit Blut besudelt.