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PERFORMANCES
Die bisher realisierten
Performances befassen sich unter verschiedenen Gesichtspunkten mit
dem Erleben von Gewalt.
PURGATORIO:
Der Akt der Selbstreinigung durch Waschen wird dadurch ad absurdum
geführt, dass das verwendete Handtuch mit Blut getränkt
ist, was zu einer Endlosschleife aus Selbstbesudelung und Reinigung
führt.
(Dresden, 2000)
KRIEGSKRAGEN:
Eine frühbarocke Halskrause, ein sogenannter „Mühlradkragen“,
die mit Strukturen aus den Manuskripten Heinrich Schütz und
dem Radierzyklus „Schrecken des Krieges“ von Jacques
Callot bedruckt ist, wird dem Publikum zu den Klängen des „Deutschen
Magnificat SWV 494“ von Heinrich Schütz als Papierstreifen
präsentiert, dann zur Krause gearbeitet und um den Hals gelegt.
(Bad Köstritz, 2002)
musikalisches.opfer:
Zu Musik von Carlo Gesualdo werden Madonnenlilien mit Goldfaden
eingesponnen und dadurch gleichzeitig sakralisiert und zerstört.
(Bad Boll, im Rahmen des Kirchenmusikfestivals Schwäbisch Gmünd
2003)
Schwanengesang:
Die im Rahmen des „Schwanengesang-Projektes“ (siehe
„Aktuell“) entwickelte Performance materialisiert durch
Stickerei mit (zunächst unsichtbar blutiger) Goldkordel auf
weißem Leinen ein „Schweißtuch“,
das sich zunehmend mit Blut besudelt.
(Leipzig, Delikatessenhaus 2005, Dresden 2006, Meißen 2007 in verschiedenen Versionen)
Hortus Conclusus:
Die 2009 aufgeführte Performance (mit Tanja Wackwitz) hatte die Vereinnahmung eines „Paradiesgartens“ zum Thema.
(Offene Ateliers Dresden 2009)
Entknüpfung:
Diese Performance, die sich eher als öffentliches Arbeiten versteht, begleitet den Entstehungsprozess der Arbeiten der gleichnamigen Serie von Teppichobjekten.
(Ausstellungsbeteiligung in der Temporären Kunsthalle des vdek Berlin) |